Bailar con la Ola de Tsunamie-Mit der Welle des Tsunamie tanzen

Veröffentlicht auf von Angelika

Bailar con los Olas - Mit den Wellen tanzen!
Bailar con la Ola de Tsunamie - Mit der Welle des Tsunamies tanzen.
Auch Blanes, die Nachbarstadt von Lloret de Mar hat heute mit seinen Aufräum arbeiten begonnen. Die Rathäuser von Tossa de Mar, Lloret de Mar, sowie  Blanes haben eine Konferenz einberufen. Die Feststellung  das man den Ausnahmezustand ausrufen will, und das die Costa Brava als Katastrophengebiet an diesen Weihnachtstagen im Jahr 2008 erklärt werden soll ist angesichts des sich langsam offenbarenden Schadens schon allein aus Versicherungsgründen nötig. Niemand weiß bis heute warum, und wieso, ist das Meer so hoch in die angrenzenden Häuser gekommen.
Ich habe mit einem 82 jährigen Fischer in Tossa de Mar in einer Kneipe gesprochen. Das alles kommt aus Lyon( Südfrankreich) sagt er. Dort wird der Fluß für die Fabriken gestaut und seit Jahren gestaut und  umgeleitet ohne Rücksicht auf die dort bestehenden Fallwinde. Wenn die Fabriken den Fluss stauen und die kalten Winde des Rhonedeltas durch das Flusstal kommen, treffen sie auf das Meer in Marseille. Hier gibt es um die 5 bis 6 Grad Unterschied an warmen und kalten Luftsrömungen. Das nennt man "Tormenta de la aire" (Strömungsgewitter) wovor sich jeder Fischer fürchtet. Das Meer reagiert entsprechend. Doch "la verdad" (in Wirklichkeit) fügt er hinzu, solange ich hier lebe, habe ich diese gewaltigen Wellen des Meeres nie erlebt.
Ich bin mein leben lang Fischer aber nie habe ich das Meer so erlebt!
Mein Vater hat mich immer vor diesen Strömungen gewarnt. Für mich ist  es
"El Diabolo" ( der Teufel), der Tossa heimgesucht hat. Er macht drei Kreuze.
Venga (los jetzt), bestell mir noch ein Wein, der Diabolo (der Teufel) ist über uns gekommen. Der Mann hat nicht ganz Unrecht ( siehe Tabelle aus aktueller Wettermeldung)
Meldungen der Woche
Mistral in Frankreich
Fallwind im Rhonedelta
Der Mistral ist ein trockener Fallwind im südfranzöischen Rhonetal. Er stellt sich immer dann ein, wenn in Richtung Bretagne hoher Luftdruck herrscht und über dem Ligurischen Meer bzw. über Italien gleichzeitig ein Tief liegt. In dem von Nord nach Süd verlaufenden Rhonetal werden die bei dieser Druckverteilung herrschenden nördlichen Winde zwischen den Cevennen und dem westlichen Alpenbogen orographisch verstärkt ("Kanal- oder Düsenwirkung").
Eine zuvor beschriebene, typische Mistralsituation herrschte am Sonntag. Das Druckgefälle zwischen Toulouse und Nizza, dies entspricht einer Entfernung von knapp 500 km, betrug 17 hPa, macht 3.4 hPa auf 100 (bzw. 34 hPa auf 1000 km). Im Rhonedelta blies der Mistral im Durchschnitt mit Windstärke 7, in Böen sogar mit orkanartigen Böen bis 104 km/h.
Großräumig meridionale Zirkulationsmuster, die auf der kleinen Skala zu solch starken, örtlich begrenzten Winden führen können, stellen sich bevorzugt im Frühjahr zwischen Februar und Mai ein und diesmal kamen sie früher, denn ein paar Tage zu vor hatten wir 25 Grad und die Blumen blühten: Die Großwetterlage zeigt dann oft eine Hochdruckzone, die von Spanien nordwärts bis nach Grönland reicht und gleichzeitig einen Trog oder ein Tief über dem nördlichen Mittelmeer bildet. Das Thema "Mistral in Südfrankreich" wird erneut brandaktuell.

Während dessen überträgt das regionale Fernsehen die Schäden. Die Kneipen sind voll und Fussball ist nicht mehr wichtig. Stimmengewirr und Beschuldigungen der permanenten Ausbeutung der Natur werden laut.
Man wird die Generalidad (also Spanien, nicht nur Katalonien) auffordern zu zahlen. Doch die Mühlen der "Generalidad" mahlen langsam und morgen ist alles vergessen. Man benötigt die ofizielle Erklärung eines Katastrophen Gebiets um an Zahlungen zu gelangen. Aber dies steht in den Sternen und gute Worte und Wünsche beruhigen im Moment die aufgebrachten und zum Teil auch verängstigten Leute. Die Feststellung das die Welle der Zerstörung in Tossa de Mar 10 m Höhe betrug und in Blanes 11 m, erschreckt alle. Die Vermutung liegt nahe das dies ein Tsunamie sein konnte. Sicherheit besteht zu diesem Zeitpunkt über diese Vermutungen nicht; denn die Feiertage geben langsam die Schäden und Situationen bekannt. Außerdem wollte man die kommenden Touristen nicht erschrecken. Schon öfters wurde leichte Beben aus Richtung Marocko an der Costa Brava festgestellt.Das passiert immer dann, wenn der afrikanische Kontinent gegen die europäische Scholle drängt. Afrika schiebt sich langsam unter Spanien, bedingt durch die Meeresströmungen. Doch davon möchte man hier nicht reden. Die Schäden sind  im Fernsehen zu sehen und die Meldungen in diesen Feiertagen überschlagen sich mit immer neuen Berichten. Auch in Barcelona hat man  inzwischen Tote zu beklagen. Ungeachtet der gefährlichen Situation gab es immer wiedere Leute die dachten das sei alles nicht so schlimm und wollten die Wellen sehen. So auch ein Mann der ein Seil an eine Palme und um sich selbst in Blanes angebunden hat um sich in die gefährlichen Wellen zu stürzen und sein Boot zu retten.Hilfe konnte nicht gestellt werden. Die Rettungsinseln waren auf das Festland geschleudert worden.

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