Kork oder Plastik?

Veröffentlicht auf von Angelika

Kork oder Plastik? Es geht um Weinflaschenverschlüsse
Ich kaufe gerne Wein ein. In letzter Zeit fallen mir aber die verschiedenen Korken auf mit den en die Flaschen verschlossen sind. Das hat mich näher interessiert. Meine letzter Weinchflaschen Verschluß weist den Namen „OMACORC“ aus und stammt von einem Rosé „Catillo Velasco“ und ist ein Kustoffkorken.
OMACORC lässt sich nicht im Internet finden aber  NOMACORC. Was da zu lesen ist heißt Krieg oder Frieden  eines  kleinen Verschlusses mit großer Bedeutung.
Was sich über hunderte von Jahren bewährt hatte ist heute ein großes Thema. Man will keine Korkverschlüsse für Weinflaschen mehr. Auszug aus ww.wein-plus.de
Ist es eine Beschlusssache oder Verschlusssache?
Staatsweingüter wollen keinen Kork mehr
Die Hessischen Staatsweingüter haben angekündigt, praktisch komplett auf den Kork als Flaschenverschluss zu verzichten.__Wie der Geschäftsführer der Hessischen Staatsweingüter, Dieter Greiner, mitteilte, stellt der Rheingauer Betrieb zu beinah 100 Prozent auf Schraubverschluss um. Der "Wiesbadener Kurier" berichtet, dass es lediglich für den Schaumwein zukünftig noch Naturkork geben werde, der Rest des Programms werde ohne Baumrinde auf den Markt kommen. Sogar die Rotweine müssen zukünftig auf den klassischen Verschluss verzichten. Mit dieser Maßnahme wolle man nicht nur die drastischen "Korkschmecker", sondern auch vielfältige Mufftöne bekämpfen._

Aber auch in Spanien hat man immer mehr Plastikverkorkung in den Weinflaschen. Angeblich kann man mit dieser Verschließung mehr Atmung ohne Korkgeschmack erreichen. Die spanische Korkindustrie jedenfalls ist da immer noch anderer Meinung.
Spanien verfügt über eine alte traditionelle Korkindustrie. In Parafrugell/Costa Brav kann man ein Korkmuseum und dessen Verarbeitung besuchen. Die Verarbeitung des vom Baum abgelösten Korks wird sehr interessant gezeigt. Anhand von einschlägigem Werkzeug und verschiedenen Maschinen kann das gesamte Herstellungsverfahren eines Flaschenkorkens verfolgt werden, von den Anfängen des Gewerbes bis in die erste Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts mit der allmählichen
Einführung von Maschinen und maschinellen Anlagen.
Muss Wein doch atmen? Grundlagenforschung bei Nomacorc
Die Firm Nomacorc - Weltmarktführer im Bereich der so genannten Kunststof
007 ein Forschungsprojekt zum Thema "Wie reift Wein mit Sauerstoff?", nun kam eine weitere Kooperation mit dem französischen Institut National de la Recherche Agronomique in Montpellier hinzu.
Laut Nomacorc ist "Sauerstoff-Management wichtig für die Weinbereitung".Wie genau j
edoch und welche Verschlüsse sich dazu am besten eignen, soll erst bei Fertigstellung der Studie im August 2009 bekannt werden.
Erstaunlicherweise teilt Nomacorc in einer Pressemitteilung mit, dass es "eine Binsenwahrheit sei, dass Wein atmen" müsse. Die Firma will offenbar Verschlüsse entwickeln bzw. bestehende Verschlüsse so zuverlässig machen, dass eine genau definierte S
auerstoff-Transferrate (also von außen durch den "Korken" in den Wein) - erzielt wird. Tatsächlich ist es nachvollziehbar, dass bei einem synthetisch hergestellten Verschluss solche Raten genauer zu definieren sind als beim Naturkorken, bei dem kein Exemplar dem anderen gleicht. Allerdings bestehen unter unabhängigen Experten erhebliche Zweifel, ob Weine nach der Flaschenfüllung überhaupt mit Sauerstoff von außen versorgt werden müssen.
Nomacorc produziert jährlich etwa 2 Milliarden Weinverschlüsse.
Nomacorc setzt sich off
enbar durch
Wie die Fachzeitschri
ft Wein + Markt berichtet, hat sich der weltweit führende Hersteller von Kunststoffverschlüssen, die Firma Nomacorc, bei einem Patentstreit durchgesetzt. Im Disput mit einem anderen Hersteller synthetischer Weinverschlüsse um das von Nomacorc patentierte Co-Extrusionsverfahren wurde offenbar eine außergerichtliche Einigung erzielt. Wie Wein + Markt anscheinend in Erfahrung gebracht hat, behält das Patent von Nomacorc damit Gültigkeit in ganz Europa.

Amorim unterstütz Kork-Recycling
Der portugiesische Korkproduzent Amorim unterstützt ein Recyclingprogramm für Flaschenverschlüsse. Das Projekt startete jetzt in Oregon und Kalifornien.
Die Initiative ReCORK America wird vom portugiesichen Kork-Riesen Amorim gesponsort. Zunächst begann das Projekt in Orgeon, nun soll es sich in Kalifornien durchsetz
en - anschließend ist möglicherweise eine Ausweitung auf die gesamten USA geplant.
Kork-Recycling ist bislang noch ein wenig beachtetes Thema, das auch die Kork-Hersteller bislang kaum interessierte. Mit der Initiative verspricht sich Amorim möglicherweise ein besseres, natürlicheres Image des Korkens. (WF)
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Pepiño 04/14/2009 21:05

Auch sind durch normale Waldbrände und die üblichen Brandstiftungen dermaßen viele Korkeichen, insbesondere in Portugal, abgebrannt, dass echte Korken zu teuer geworden sind. Deshalb findet man echte Korkeichen meist nur noch bei höherwertigen Weinen.
 
Schönen Gruß.

Angelika 04/15/2009 12:22


Hallo Pepiño, ja dass ist richtig. Trotzdem schade weil die Korkindustrie ein schöner Arbeitszweig ist. Aber anscheinend ist die kleine Sache mit der Verschließung von Flaschen ein großes
Problem. Schau mal unter www.mail-archive.com/weinforum@wein-plus.de/msg16646.html oder auch unter http://81.169.180.125/swan/. Die hiesige Korkindustrie ist jetzt im Wohnbereich
tätig und verkleidet Wände und stellt Dämmmatten her. Nun ist aber auch in der Bauindustrie die Krise eingetrten und so geht wohl eine alte Traditiion zu grunde.