Von wegen 420€-"Algo" oder "etwas" ist zuviel in Spanien

Veröffentlicht auf von Angelika

Ab heute ist die Beantragung der 420€ Zulage, die angeblich 300.000 Menschen erhalten können, möglich.
Viele hatten sich Hoffnung aufgebaut und schon früh um 7:00 Uhr!!! standen rund 50 Menschen vor der noch verschlossenen Tür des Arbeitsamtes in Blanes. In der Schlange hörte man immer wieder das Wort "algo". Die Menschen in der Schlange meinten wenigstens "etwas" würden sie bekommen.
Da es in vielen spanischen Regionen keine Sozialhilfe oder Hartz IV gibt, hatten sich viele die Hoffnung auf "algo" - "etwas" gemacht. Die 420€ wären nämlich für die spanische Familie
knapp 13 Euro pro Tag. Doch adios-"algo" !Für viele eine bittere Entäuschung.
Die 420€/Maßnahme "hinkt und stinkt" schon deßhalb, dass sie nur auf sechs Monate beschränkt wurde und außerdem nicht alle bekommen.
Der Arbeitsminister, Celestino Corbacho, ist sowieso der Meinung, dass man sich weiterzubilden habe um endlich an einen Job zu kommen. Doch die Mehrzahl der Spanier muss einen Nebenjobs  verrichten um nicht schlicht zu verhungern.
Die 420 Euro reichen meist nicht einmal, um die Miete oder die Hypothekenzinsen zu bezahlen, damit die Wohnung nicht verloren geht.
"Algo" geht verdammt schief in Spanien! Wie sich die Regierung auch dreht und windet, sie wird nicht um eine Finanzleistung am Bürger drum herrum kommen. Die Regierung zeigt sich doch sonst so großzügig! Sie hält stets das "Säcklein" auf um  die Banken mit Kapital zu füttern. Diese jedoch schnüren nach alter Katalan-Art ihr "Säcklein" schnell wieder zu und geben keinen Cent herraus. Die spanischen Familien ziehen ihre Gürtel enger und geben auch keinen Cent herraus, nämlich weil sie keinen mehr haben. Der Winter 09/10 wird ein harter Winter in Sachen Finanzierung, wenn die ersten Frühlingsstrahlen kommen, könnte die Welt anders aussehen.

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