Bikini und Fleischbeschauung beim Einkaufsbummel

Veröffentlicht auf von Angelika

Barcelona – dpa. Im Urlaub mach ich was ich will: Sie liegen  am Strand und machen direkt von hier aus einen Stadtbummel, natürlich im Bikini. Touristen in aufreizender  Badekleidung schlendern im Bikini oder Badehose durch die Einkaufsstraßen. Bei Einheimischen lösen die halbnackten Stadtbesucher ein beträchtliches Unbehagen aus. Inzwischen ist gar der Ruf nach einem Bikini-Verbot für Innenstädte laut geworden.
Bikini und Badehose gehören nach Ansicht der Spanier an den Strand und die Strandpromenade. Beim Einkaufen in der Stadt Badekleidung zu tragen widerspricht jeder Form. „Barcelona ist, mit Verlaub, kein Badeort wie Lloret de Mar oder Salou“, sagte Emili Sarrión, sagen die Einheimischen und denken über eine Lösung nach, wie man den Touristen doch bitte "Manieren" beibringen kann.
Jordi Clos, Präsident des Hotelierverbands in Barcelona, ging noch einen Schritt weiter und verlangte, die Stadt solle Spaziergänge in Badehose oder Bikini auf der Flaniermeile Las Ramblas untersagen. „Ein solches Verbot bedeutet keine Repression, sondern Ordnung“, meinte der Verbandschef. „In London oder Paris laufen auch keine Touristen in Badekleidung durch die Stadt.“
Die Mehrheit der Wirtschaftsverbände sprachen sich gegen ein Bikini-Verbot aus und plädierten für ein behutsames Vorgehen. „Die Reiseveranstalter könnten Urlauber darauf hinweisen, dass man beim Stadtbummel ordentlich gekleidet sein sollte“, schlug Barcelonas Stadträtin Assumpta Escarp vor.
Einerseits ist es verständlich dass sonnenhungrige Urlauber jede Minute der Sonne und der frischen Luft auskosten wollen in ihrem Urlaub, denn zu Hause hat man dann wieder elf Monate Kleidung am Leib. Auf der anderen Seite ist es aber auch möglich mit einem hachdünnen Baumwoll-Überwurf den Einkaufsbummel zu machen. Also meine Lieben Urlauber. Stil hat Klasse!!

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