Spaniens Banken im Strudel der Pleitegeier

Veröffentlicht auf von Angelika

Jedes Kind wußte das Spaniens Sparkassen  dick im "Speck" saßen, denn  sie gewannen bei der wirtschaftlichen Liberalisierung nach Ende der Franco-Ära. 
Von nur drei Jahrzehnten schafften es die Cajas de Ahorros, über 50 Prozent des spanischen Finanzmarkts z
u übernehmen.
Aber auch die Großbanken wie  La Caixa (Barcelona) oder Caja Madrid waren schnell die "Mächtigen"  über Gas Nat
ural oder Iberia wo sie  zu Hauptaktionären wurden.
Zwei Entwicklungen spielten den Sparkassen die Kunden in die Hände, das war zu einem der angeblich zuneh
menden Wohlstand von Spaniens Bürgern, sowie dem Bau- und Immobilienboom.
Hierraus folgten vereinfachte Konsumentenkredite, Hypotheken und die Finanzierung der Bauwirtschaft die die Sparkassen an die Kunden gaben und dabei besten verdienten. Die einseitige Kreditwirtschaft sollte sich aber bald bereulich zeigen!
Rückblickend ist das "Disaster" groß,  die einseitige operative Ausrichtung der Cajas birgte eine große Gefahr, die heute deutlich sichtbar und spürbar ist: Mit der tiefen wirtschaftlichen Krise und der ge
platzten Immobilienblase sind die gestern noch vor Kraft strotzenden Sparkassen plötzlich zum Sanierungsfall geworden. Da viele Kunden ihre Kredite nicht mehr bedienen können, leiden die Cajas unter den Ausfällen die man sich vor einigen Jahren nicht vorstellen konnte. Dann, als böser Frühjahrsboote, kam der erste Schock: Die mittelgroße CCM (Caja de Castilla-La Mancha) konnte nur mit Hilfe der Zentralbank vor dem "Aus" gerettet werden. Die Regierung rief sofort ein Hilfeprogramm aus, das den "Sanierungsfällen" geholfen werden sollte. Bis zu 100 Milliarden Euro!!!! schweren Hilfspaket (Frob), das die Regierung verabschiedet hat, soll dem Sektor nun unter die Arme gegriffen werden. Folgedessen soll die Sparkassengemeinschaft nun schrumpfen: So machte der Chef der Banco de España, Miguel Ángel Fernández Ordóñez, Ende Juni klar, wie die Veränderungen aussehen werden: „Das bedeutet, dass nicht die gleiche Zahl an Instituten übrig bleiben wird.“ Jetzt geht es ums "Ganze" oder die mit anderen Worten" die Kleinen werden gefressen-die Großen werden fetter".
45 Sparkassen plus das Zentralinstitut Ceca (Confederación Española de Cajas de Ahorros) gibt es im Moment in Spanien. Die werden aber bald nicht mehr vorhanden sein, denn  die ersten Ü
bernahmen zeichnen sich bereits ab:  die andalusische Unicaja (Málaga) die kirchliche Cajasur in Córdoba wird geschluckt. In Valencia denkt man über eine Fusion der beiden etwa gleichgroßen Bancaja und CAM-Bank nach. Eines ist klar!
Spaniens Banken stehen vor großen Veränderungen. Gestern waren sie die "Gewinner" und heute sind sie bettelarm! Drum prüfe wer sich ewig bindet!!!

Kommentiere diesen Post