Künstliche Befruchtung ist in Spanien erlaubt

Veröffentlicht auf von Angelika

Neulich traf ich eine Bekannte auf dem Gemüsemarkt, sie lebt alleine und war schwanger. Sie erzählte mir, dass sie ohne Mann sich ihren Wunsch eines Kindes erfüllt. Bei genauerer Nachfrage erfuhr ich Erstaunliches.
Durch eine Spermienb
ank in Dänemark konnte sie ihr Wunschkind genau definieren. Blaue Augen, blonde Haare, gesund sollte es sein. Die werdende Mutter weiß sogar die Krankheitsgeschichte des Samenspenders und das Alter. Auch Gewohnheiten des Spenders sind ihr bekannt, allerdings kennt sie die Herkunft des Vaters nicht.

Spanien ist eines der ersten Länder in Europa, dass zu einem medizinischem Vorreiter oder zu einem ethischem Problemland in Europa wird . Wo in Deutschland die Ethikkomm
ission derartiges sicher unterbinden würde, geht Spanien in Sachen Embryonalmedizin einige Schritte in Richtung USA.
So erlaubt Spanien sogar die vorherige Untersuchung des Samens auf bestehende Krankheitsgene wie Krebs usw.

In Europa war soetwas bislang nur in Großbritannien gestattet. Durch eine derartige Selektion soll das Risiko für eine zukünftige Erkrankung verringert und damit die Wahrscheinlichkeit für eine derartige Erkrankung ausgeschlossen werden.

Während die katholische Kirche Sturm dagegen laufen und rigoros jegliche Art der Embryonen-Auswahl ablehnen,  lässt sich diese Art der medizinischen Embryonen-Auswahl in der Zukunft nicht mehr stoppen, weil man aus medizinischer Sicht und durch die Gentechnik, auch als wirtschaftlicher Fortschritt für das eigenen Land als Notwendigkeit sieht. In diesen Gebieten möchte man man den anderen großen Nationen anschließen und wettbewerbsfähig sein.

Es ist gerade mals 25 Jahre her als das erste “Retorten-Babys”, einem im Reagenzglas gezeugten Kind das Licht der Welt erblickte.
Die Fotpflanzungs Kliniken in den USA , haben über 400 Fortpflanzungskliniken mit entsprechenden Wettbewerb alle Hände voll zu tun um  das Kind nach Mass zu fertigen. Sofern die Besteller über genügend Geld verfügen, ist der Spileraum groß. Über dieses Thema berichtet die Zeitschrift GEO Nr. 8/2003 sowie das “GEO-Special” mit dem Titel “Wunsch-Kinder”.

Auch das Internet bietet viele Möglichkeiten, die gerne für solche Wünsche genutzt werden: ob als Alleinstehende oder als lesbisches Paar – alle können in der Samenliste nach jenen genetischen Merkmalen suchen, die sie vorziehen. Intelligenzquotient und Charaktereigenschaften des Spenders sind erwähnt. Die Auswahl erfolgt online, die Lieferung über Nacht.

In Amerika kommen jährlich 35 000 Kinder dank künstlicher Befruchtung, Eizellspenden, Samenspenden oder Leihmüttern zur Welt. 7000 Dollar und mehr sollen Spenderinnen pro Eizelle erhalten. Agenturen vermitteln Leihmütter für rund 50 000 Dollar. Günstiger ist der Kauf des Embryos eines fremden Paares – rund 3000 Dollar.
 In Grossbritanien zum Beispiel wird aufgrund  rechtlicher Situationen  auch Samenspendern Rechte an einem Kind einräumt und Kindern erlaubt, nach den Spendern zu forschen, bewahrt das Unternehmen alle Spenderdaten im Ausland auf.



http://www.europeanspermbank.com/
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