Jetzt wird es der "letzte Spanier begreifen" wo lang es geht

Veröffentlicht auf von Angelika

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Alle Spanier sind kurz vor Weihnachten im "Gordo-Fieber". "Gordo", heißt der "Dicke", und dick ist wirklich der, oder die Gewinner (manchmal waren es ganze Ortschaften in Spanien, die Millionäre geworden sind) nämlich Diejenigen, die richtige Los-Nummern gekauft hatten. Um das zu erreichen, haben sich ganze Ortschaften, z.B. in Andalusien zusammengeschlossen, und Jeder gab sein letztes "Hemd" um ein Los zu kaufen. Manchmal gewannen sie tatsächlich! Millionen!!!!!!!! das wurde life im Fernsehen übertragen und heizte die Wirtschaft an!
Nun wurde in der Zeit der Krise die "once" Lottogemeinschaft privatisiert. Sie hatte bislang über fast fünfzig Jahre den Behinderten und besonders den Blinden Arbeit und ein soziales Leben in Spanien verschafft. In der Krise wurde die staatliche Blindenlotterie privatisiert, wogegen die  Lotterie-Administratoren bereits im April und Juni dieses Jahres gestreikt hatte, aber ohne Erfolg!
Nun überlegt man sich drastische Mittel, nämlich dann, wenn ganz Spanien gebannt mit ihrem Lottoschein  (once-Schein) vor der Glotze hängt. Die Kinder, angagiert aus spanischen Kinderheimen, singen die Gewinn- Zahlen vor. Das war jahrelang in Spanien so, und nun in Zeiten der Krise der "letzte Rettungsanker" für Viele. 
Die Spanier sehen ihre letzte Chance im Lottogewinn, und ganz oben auf der Wunschliste steht die Auszahlung ihrer Hypothek, weil ja Weihnachten ist, und Wunder pasieren "müssen" in dieser Zeit, hängt sich ein ganzes Volk an diese Hoffnung, denn es war ja immer so, und hat gute alte Tradition.

Das Präsidium des Administratoren des Verbandes erwägt nun einen Streik am 22. Dezember, dem Tag der „Special Christmas Show“ im Fernsehen, und der Auslosung der Millionäre.  Spätestens jetzt, wenn an  diesem Tag vor dem Fernseher, und egal wohin man kommt, der Spanier mit seinem Lottoschein in der Hand, gebannt auf den Fernseher starrt, wird ihm klar gemacht, das auch dort, wo seine einzige Hoffunung lag, die Krise ihren Platz eingenommen hat und private "Absahner" die Hand aufgehalten haben.
 Dieses Jahr soll das Glück und die Spannung die Opposition gegen die Privatisierung von staatlichen Lotterien (LAE) sein wahres Gesicht zeigen, so wie ganz Spanien schon länger zu spüren bekommt, wolang es geht. Jetzt wird es der "letzte Spanier begreifen" wolang es geht!
Auf einer Pressekonferenz und die Vertretung der leitenden Angestellten, kündigte der Generalsekretär der Association of Professional Lotterien (Apla), Jordi Sastre an, dass sie diesen Vorschlag des Streiks auf dem Tisch haben, aber noch entscheiden müssen! Denn von ihrer Seite
wird besonders angekreidet, der Verkauf von Lotteriescheinen durch Lotterie-Maschinen.
Lotterie-Administratoren hielten Streiks im April und Juni durch die Entscheidung der Regierung zu staatlichen Zuschuss-Lotterien  mit kommerziellen Verträgen für unseriös, sowie die Initiative zur Nationalen Lotterie durch Maschinen zu verkaufen, als uzulässig.
 Von diesem Vorgehen, haben einige Betriebe bereits Disziplinarverfahren eingeleitet. Die Geldstrafen  fordern  bis zu 60.000 Euro. Das Präsidium der Verbände repräsentiert 60%, der 4.200 Lotterie-Behörden in Spanien, aus denen unter anderem die Apla (Barcelona) hervorgeht, Anapal (Madrid) und Fenapal (Oviedo).
Bisher war die Lotterie eine Blinden und Behinderten Lotterie, die ganz Spanien mehr als fünfzig Jahre vertraute und „wirkliche“ Gewinner hervorbrachte und den Behinderten in Spanien ein soziales Leben sicherte.
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