Spanien im Atommüllfieber

Veröffentlicht auf von Angelika

Der „Idealer” Standort soll angeblich Katalonien sein.

Die Rede ist von Atom-Müll-Lager.
Die Voraussetzungen für den besten Ort für Atom-Müll-Lager werden wie folgt benannt: geschützte und abgelegene 25 Hektar Fläche, nicht erdbebengefährdet, nicht von Überschwemmungen bedroht, kein Naturschutzgebiet, keine Flughafennähe, Eisenbahnanschluss und gute hilfreiche Infrastruktur. 
Zapateros und seine Stellvertreterin María Teresa Fernández de la Vega sind fleißig bei der Arbeit und verkünden stolz, dass schon hundert spanische Ortschaften interessiert sind.  Es  bestehen in Spanien acht  Kernkraftwerke.  Dort hat man bereits  geologische Studien gemacht und Umweltauflagen wurden auch berücksichtigt. Die jeweiligen Kommunen und ihre Bürgermeister sind auch bereit  das "Ja-Wort" zu geben, denn schließlich ginge es um viel Geld und die Kassen sind ja bekanntlich in Spanien eher im "Wüstenzustand". 
Katalonien hat bereits die meisten Kernkraftwerke in Spanien und betreibt drei Atomkraftwerke. Die Madrider Regierung ist vom „idealen” Standort in Katalonien immer mehr überzeugt. Die Gemeinden Ascó, Vandellòs und Tivissa bei Tarragona stehen in engerer Wahl.  Die Gemeinde Tivissa hat schon zugestimmt. In Barcelona sucht der Ministerpräsident verzweifelt  nach einem Atom-Müll-Lager, denn dort drückt der Schuh gewaltig, denn 2011 mußten dreizehn Kubikmeter Atommüll, die zwanzig Jahre lang für viel Geld in ein französisches Zwischenlager exportiert worden waren, und nun  zurückgenommen werden müssen. Hier tickt die Uhr, denn jeder Tag der Verzögerung  kostet dem spanischen Staat fünfzigtausend Euro! 
Bedingt durch das "Für und Wieder" der Atommüllablagerung gibt es neue Tourismusformen. Das  Gemeindeoberhaupt Pedro Sánchez  von der kleinen Ortschaft Yebra/La Mancha, das gerade 500 Einwohner verzeichnet, hat die Frauen des Dorfes nach Holland eingeladen um sich dort an Ort und Stelle ein Atommülllager anzusehen. Auch der Bürgermeister des Ortes beginnt mit der Werbung für eine Atommülldeponie.
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Kommentar: Fragen Sie den Arzt oder Apotheker für Risiken und Nebenwirkungen (Siehe Packungsbeilage) !

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